Reiseführer Insel La Palma
Die Atlantikinsel La Palma gehört zu den Kanarischen Inseln und ist Teil der spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Die beiden größten Städte von La Palma sind die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma und Los Llanos de Aridane. Santa Cruz de La Palma liegt unmittelbar am Meer, und zwar an der Ostküste der Insel. Die Stadt hat ca. 14.000 Einwohner und besitzt den wichtigsten Hafen der Insel sowie den Flughafen. Los Llanos de Aridane - im Westen der Insel in Meeresnähe, jedoch nicht direkt am Meer gelegen - hat ungeführ 20.000 Einwohner und ist damit die größte Stadt von La Palma. Insgesamt leben etwa 86.000 Menschen auf La Palma. Die Insel erfreut sich besonders bei naturverbundenen Touristen großer Beliebtheit, denn sie bietet eine noch recht ursprüngliche Natur mit interessanten Tier- und Pflanzenarten. Wanderer schätzen die vulkanische Bergwelt der Insel mit Erhebungen bis über 2.400 m. An den Stränden finden sich besonders viele Taucher ein. Auch Radfahren, Mountainbiking und Paragliding sind beliebte Sportarten der La Palma-Touristen.

Geschichte
Die Insel war schon in der Steinzeit besiedelt. Davon zeugen archäologische Funde. Im 15. Jahrhundert gliederten die Spanier die Kanarischen Inseln in ihr Reich ein und vermittelten den Bewohnern den christlichen Glauben. Seitdem ist La Palma - wie die übrigen Kanarischen Inseln - katholisch geprägt. Die Gründung der Stadt Santa Cruz de la Palma durch den Spanier Alonso de Lugo fällt ins Jahr 1493. Wegen ihrer Lage im Atlantik wurden die Kanarischen Inseln immer wieder Ziel von Piratenüberfällen. Aber diese geographische Lage hatte auch den Vorteil, dass Handelsschiffe auf dem Wag nach Amerika und zurück hier Station machten, was den Kanarischen Inseln einen gewissen Wohlstand brachte. Ansonsten profitierten die Bewohner von den guten klimatischen Bedingugnen ihrer Inseln und bauten u.a. Wein, Tabak und Bananen an. Heute ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor auf La Palma. Aber auch die Landwirtschaft spielt noch eine große Rolle für die Insel. Die Landwirte bauen Bananen, Zitrusfrüchte, Gemüse und Wein an.
Kunst & Museen
Über das Leben auf der Insel in vorgeschichtlicher Zeit informieren das Archäologische Inselmuseum von Los Llanos de Aridane und der Archäologiepark La Zarcita. Die Ureinwohner haben Felsenbilder hinterlassen, von denen einige im Archäologiepark zu sehen sind. Die Stadt Santa Cruz besitzt einige sehr alte wertvolle Kirchen, die einen Besuch lohnen. Besonders seien hier genannt: die Wallfahrtskirche "Virga de las Nieves", in der ein Marienbildnis aus dem 14. Jahrhundert gezeigt wird, und die Kirche "Santo Domingo", erbaut im 16. Jahrhundert, die mit wertvollen Gemälden geschmückt ist. Die meisten Besucher der Stadt besichtigen außerdem die Festung, die unter Kaiser Karl V. Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Dieses mächtige Bauwerk vermittelt einen Eindruck davon, wie man in früheren Zeiten versucht hat, die Insel gegen Seeräuber zu verteidigen.
Nightlife
Touristen, die abends ausgehen möchten, suchen in der Regel eine der beiden größeren Städte auf. In Los Llanos de Aridane findet man zahlreichen Kneipen und Bars; insbesondere in der Avenida Carlos Francisco Lorenzo Navarro ist die Auswahl recht groß. Die Kinos, Bars, Spielsalons und Restaurants von Santa Cruz befinden sich zumeist in der Nähe des Hafens.
Anreise
Von Deutschland aus werden Direktflüge zum Flughafen La Palma angeboten. Interessant wäre eventuell eine kombinierte Anreise Flug/Fähre mit Flug von Deutschland nach Teneriffa und Fahrt mit der Fähre von Teneriffa nach La Palma. Die Fähre von Los Cristianos auf Teneriffa nach Santa Cruz braucht etwa zwei Stunden.
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