Reiseführer Sevilla
Im Süden des Landes, direkt am Guadalquivir gelegen, und Schauplatz einer wechselhaften Historie und so mancher bekannter Oper, lockt Sevilla Gäste aus aller Welt an und verzaubert sie mit dem einzigartigen sevillianischen Lebensgefühl.

Geschichte
Herakles selbst soll Sevilla gründet haben, doch wesentlich wahrscheinlicher ist die Gründung des einstigen antiken Handelszentrums „Hispalis“ und heutigen Sevillas durch die Phöniker. Römer, Vandalen, Westgoten, wieder Römer und danach erneut die Westgoten bestimmten in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends das Schicksal der Stadt und Region. Um 712 griffen islamischen Mauren nach der Stadt und nach Zerstörung durch Normannen und zwei Berberischen Dynastien erfolgte 1248 die endgültige Ablösung der maurischen Herrschaft durch den christlichen Ferdinand III . Das 14. Jahrhundert war von Vertreibung der maurischen Bevölkerung und Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung geprägt. Das wohl unrühmlichste Ereignis jener Zeit fand 1481 in Sevilla statt: die erste Ketzerverbrennung. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Sevilla Kunstzentrum und zentraler Umschlagplatz des spanischen Seehandels. Auch Magellan und Vespucci entdeckten von Sevilla aus die Welt. Als der Guadalquivir zunehmend versandete, die Bourbonen zudem Cádiz begünstigten, schwand der Glanz der einstigen Handelsmetropole.
Kunst & Museen
Sevilla ist so reich an Baudenkmälern und Museen, dass eine Auswahl schwer fällt: Plätze wie „Plaza Espana“ oder „Plaza Amerigo“ laden zum Verweilen ein, die „Stierkampfarena la Real Maestranza“ aus dem 18. Jahrhundert besticht durch ihre Pracht und „Santa María de la Sede“ aus dem 15./16. Jahrhundert ist nicht nur die größte gotische, sondern auch dritt-größte Kirche der Welt überhaupt.
Der „Real Alcácar“ ist der älteste bewohnte europäische Königspalast und das „Casa de Pilatus“, Anfang des 16. Jahrhunderts gebaut, birgt außer der kunstvollen architektonischen Mischung dreier Bauepochen zahlreiche Antiquitäten aus der römischen Antike und folgenden Zeiten. Das „Archäologische Museum“ lädt ebenfalls zu einer Reise durch die Geschichte Sevillas ein und im „Museum der Schönen Künste“ sind alte Meister wie auch moderne Kunst des 20. Jahrhunderts zu bewundern.
Nightlife
m Stadtteil „Barrio de Santa Cruz“ findet der Besucher zahlreiche traditionelle Bars, die bis Mitternacht geöffnet haben. Im Zentrum Sevillas sind es viele Lokale, die mit gutgelaunten Menschen die Plätze bevölkern und auf dem ehemaligen Expo 97-Gelände kann man sich in Open-Air-Lokalen bei Livemusik amüsieren. Die Terrassen des „Parque de Maria Luisa“ laden mit Tanzmusik bis in die frühen Morgenstunden ein.
Anreise
Die Anreise nach Sevilla ist bequem und direkt per Flugzeug, Bahn oder Bus, aber auch mit dem Wagen quer durch Spanien möglich.
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