Reiseführer Pisa

Pisa gehört mit Florenz und Siena zu den beliebtesten Reisezielen in der Toskana. Natürlich denkt jeder sofort an den berühmten Schiefen Turm, und tatsächlich sollte man den über 50 m hohen Campanile auf der "Piazza dei Miracoli" gesehen haben. Auch die benachbarte Kathedrale "Duomo Santa Maria Assunta" mit der prächtigen Kanzel von Giovanni Pisano und das Baptisterium (die größte christliche Taufkirche) lohnen die Besichtigung. Zur Entspannung empfiehlt sich ein Spaziergang durch die Altstadt über den "Borgo Stretto" hinauf zur "Ponte di Mezzo" oder am Ufer der Arno entlang durch den Park in der neuen Zitadelle, den "Giardini Scotto".


Pisa


Geschichte

Als eine der vier italienischen Seefahrer-Republiken kam Pisa im Mittelalter zu Wohlstand und Ansehen. Dabei stand der Stadtstaat stets im Schatten von Florenz und verlor 1406 seine Unabhängigkeit an die reiche Rivalin. Unter der Herrschaft der Medici erblühte Pisa erneut, u.a. durch den Wiederaufbau der Universität, deren berühmtester Gelehrter war Galileo Galilei. Trotz erheblicher Zerstörungen im zweiten Weltkrieg zählt die Stadt am Arno heute noch zu den bedeutendsten Kunstmetropolen Italiens.


Kunst & Museen

Im Südosten der "Piazza del Duomo" liegt das ehemalige Benediktinerkloster San Matteo mit dem schönen Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert. Die angrenzenden Räume beherbergen heute die Kunstschätze des Nationalmuseums. Das "Museo Nazionale di San Matteo" zählt zu den wichtigsten Museen der Toskana und zeigt zumeist sakrale Werke, darunter Marmorskulpturen und Holzfiguren aus der Bildhauerfamilie Pisano, das Tafelbild der Thronenden Madonna und ein Porträt des Apostel Paulus. Im einstigen Augustinerkloster südöstlich des Domes befindet sich das "Museo dell‘Opera del Duomo" mit weiteren Skulpturen von Giovanni Pisano und dem kostbaren Domschatz.


Nightlife

Pisa ist aber beileibe kein Museum, sondern Universitätsstadt. Fast die Hälfte der 90.000 Einwohner sind Studenten, und dementsprechend lebendig ist die Szene mit Bistros, Cocktailbars, Clubs, Diskotheken. Am besten startet man den Bummel durch die Nacht in einem der Cafés an der "Piazza Garibaldi". Geht es dann in den Semesterferien ruhiger zu, genießen die Pisaner ihre Sommerabende in den Bars und Restaurants am Ufer des Arno.


Anreise

Wer den Wagen zuhause lassen möchte, kann mit der Bahn über La Spezia oder Florenz anreisen (z.B. mit dem Nachtzug München-Firenze). Eilige nehmen das Flugzeug und am "Aeroporto Galileo Galilei" den Zug in die Stadt. Der Flughafen liegt etwa 2 km außerhalb und ist der wichtigste der Toskana. Die günstigste Variante ist jedoch eine Pauschalreise mit dem Bus. Fast immer steht ein Ausflug nach Pisa auf dem Programm und die organisierte Stadtführung vermittelt zumindest einen guten ersten Eindruck.

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