Reiseführer Frankreichs Mittelmeerküste
Frankreichs Mittelmeerküste erstreckt sich vom Westen her – angrenzend an Spanien – über die Côte Vermeil, die Côte d’Améthyste, die Calanques bei Marseille, über das Massif des Maures, die Côte de l’Estérel bis an die bekannte Côte d’Azur im Osten, wo sie an Italien grenzt, nachdem zuvor Monacco „umrundet“ wird. Es ist eine sehr zerklüftete Küste mit recht unterschiedlichen Landschaften sowie einigen vorgelagerten Inseln.

Geschichte
Frankreich blickt auf eine historisch reiche Vergangenheit zurück. Teile der französischen Mittelmeerküste waren bereits in prähistorischen Zeiten von Höhlenmenschen bewohnt, wie einige Funde – etwa bei Perpignan – beweisen. Ligurische Stämme und Griechen siedelten sich entlang der Küste an. Später folgten die Römer, heute noch findet man allerorts Spuren von ihnen. Anschließend versetzten die Sarazenen Teile der Küste in Angst und Schrecken. Viele bekannte Namen wie Grimaldi, Savoyen, Grafen von Barcelona oder Grafen der Provence und andere beherrschten einzelne Küstenstriche. Natürlich hinterließ auch Napoléon seine Spuren.
Kunst & Museen
Kunst wurde im Süden Frankreichs schon immer groß geschrieben. So brachte die Mittelmeeerküste viele bekannte Künstler hervor oder bot ihnen eine Heimat. Künstler wie VanGogh, Picasso und viele andere zog es vor allem in die Provence. Viele Museen entlang der Mittelmeerküste dokumentieren ihr Leben und Wirken.
Auch heute noch kann man in den Sommermonaten Künstler bei der Arbeit beobachten. Sowohl an der Küste wie auch im Hinterland haben sich viele kunsthandwerkliche Betriebe und Ateliers niedergelassen, wie Töpfereien, Bildhauer, Maler etc.
Unzählige Bauwerke und Villen zeugen von der architektonischen Kunstfertigkeit.
Museen, die sich mit der Meeresbiologie oder Unterwasserfunden beschäftigen - wie beispielsweise in Saint-Raphael - laden ebenso ein wie heimatkundliche Museen oder Ökomuseen in der Camargue.
Nightlife
Besonders an der berühmten Côte d’Azur kann man das Nachtleben genießen. Viele der exklusiven Bars, Nachtclubs, Diskotheken Cafés, Restaurants oder auch einfache Lokalitäten haben oft bis in den frühen Morgen geöffnet und versprechen ein interessantes Nachtleben mit oder ohne Programm. Mit etwas Glück trifft man hier berühmte Persönlichkeiten aus Film- und Showgeschäft.
An den meisten Uferpromenaden lässt es sich herrlich flanieren, auch hier pulsiert das Leben bis tief in die Nacht: Unter Scheinwerferlicht wird Boules gespielt, für Kinder sind während der Sommermonate Karussells aufgebaut, Straßencafés direkt am Meer haben geöffnet und viele der Boutiquen laden zum Abend- oder Nachtshoppen ein.
Anreise
Von vielen deutschen Flughäfen aus kann man entweder direkt oder mit Zwischenstopp nach Nizza, Marseille, Montpellier oder - etwas weiter im Inland - Toulouse fliegen.
Für die Anreise per Bahn gibt es mehrere Bahnhöfe, bequem lässt es sich mit dem TGV reisen.
Wer das Auto bevorzugt kann entweder die sehr gut ausgebaute Autobahn, die stellenweise mautpflichtig ist, oder aber die landschaftlich schön gelegenen und sehr gut ausgebauten „autoroutes“ benutzen. Hier ist – je nach Ausgangspunkt – besonders die Route Napoléon zu empfehlen.
So funktioniert Tripodo
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