Reiseführer Bulgarien
Die Republik Bulgarien liegt in Südosteuropa und befindet sich geografisch auf der Balkanhalbinsel. Zu den Nachbarländern gehören Griechenland, Rumänien, Serbien, Mazedonien und die Türkei. Im Osten des Landes grenzt Bulgarien an das Schwarze Meer. Hauptstadt der Republik ist Sofia. Weitere bedeutende Städte sind Burgas, Plowdiw, Russe, Stara Sagora und Warna. Wichtigste Gewässer sind die Flüsse Donau und Mariza. Höchste Erhebung Bulgariens ist der, im Balkangebirge gelegene, 2376 Meter hohe Berg Botew.

Geschichte
Das Gebiet von Bulgarien wurde bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. In der Antike enstanden durch griechische Kolonisation mehrere Häfen am Schwarzen Meer. 29. v. Chr. wurde das Gebiet Teil des Römischen Imperiums. Nach der Teilung Roms fiel das bulgarische Gebiet an Byzanz. Im 7. Jahrhundert n. Chr. drangen die Bolgaren in das Gebiet ein und gründeten unter Aparuch im Jahre 679 das Erste Bulgarische Reich. 864 folgte der Übertritt zum Christentum unter Boris I. Dessen Sohn Simeon I. wurde zum bedeutendsten Herrscher von Bulgarien und nahm den Titel Zar an. Ende des 14. Jahrhunderts fiel Bulgarien unter die Herrschaft des Osmanischen Reiches, die bis in das 19. Jahrhundert andauerte. Nach dem russisch-türkischen Krieg 1877/78, den die Türkei verlor, enstand das Fürstenturm Bulgarien mit Sofia als Hauptstadt. 1908 folgte die völlige Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich. Ferdinand von Coburg-Gotha wurde zum Zaren und rief das Königreich Bulgarien aus. Nach den Balkankriegen schlug sich Bulgarien im 1. Weltkrieg auf die Seite der Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn. Am 2. Weltkrieg nahm Bulgarien ebenfalls auf Seiten des Deutschen Reiches teil. Im September 1944 wurde Bulgarien von der Sowjetunion besetzt und nach dem Krieg Mitglied des Warschauer Paktes. Nach dem Niedergang der Sowjetunion begann ab 1990 die Demokratisierung des Landes. 2004 wurde Bulgarien Mitglied der Nato und 2007 folgte der Beitritt zur Europäischen Union.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bulgarien verfügt über 100 nationale touristische Objekte, zu denen kulturelle, geschichtliche, architektonische, geografische oder archäologische Sehenswürdigkeiten gehören. Einen großen Teil an kulturellen Sehenswürdigkeiten findet man in Bulgariens Hauptstadt Sofia wie z.B. die Alexander Newski-Kathedrale, das Nationalmuseum Kirche von Bojana, den Nationalen Kulturpalast, das historisch-arachäologische Museum bei der heiligen Synod, die Kirche Sweta Sofia, die Nationalgalerie und das Witoscha-Gebirge mit dem Tscherni Wrach-Gipfel. Weitere nationale Sehenswürdigkeiten sind das antike, römische Stadion in Plowdiw, das Museumshaus Sachari Stojanow und das Pantheon in Russe, der Berg Botew, die Felskirchen von Iwanowo, die Muttergottes-Kathedrale in Warna, die Höhle Uchlowiza in Pamporowo, das Historische Museum in Stara Sagora, die antike Stadt Kabile in Jambol sowie eine Vielzahl an historischen Klöstern, Burgen und Schlössern.
Essen & Trinken
Die Bulgarische Küche gehört zur Balkanküche, die von der Küche des Osmanischen Reiches geprägt wurde. Zu den typisch bulgarischen Gerichten zählen der Schopska-Salat, mit dem beinahe jede bulgarische Mahlzeit anfängt, der Thakijska-Salat sowie die kalte Tarator-Suppe. Typische Hauptgerichte sind Kebabceta und der Tschwerme-Lammbraten. Zu den Desserts zählt das Baniza-Gebäck. Weitere wichtige Bestandteile der bulgarischen Küche sind das Ljuteniza-Püree, das Tschubriza-Bohnenkraut sowie die Sudjuk und Lukanka-Wurst.
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